Dienstleistung
Steigleitung trocken in Berlin
Trockene Steigleitungen nach DIN 14462 – Löschwasserversorgung für die Feuerwehr, fachgerecht installiert und geprüft.

Löschwasser bis in die oberste Etage – auf Knopfdruck der Feuerwehr
Steigleitungen sind für den Wassertransport vorgesehene Leitungen, die in der Haustechnik der Überwindung von Höhenunterschieden dienen – meist verlaufen sie senkrecht durchs Treppenhaus. Die trockene Steigleitung dient ausschließlich der Nutzung durch die Feuerwehr und ist für Laien unbrauchbar: Im Regelfall steht kein Wasser in der Leitung, das Löschwasser wird erst im Einsatzfall über die Feuerwehreinspeisung in die Leitung gepumpt. Nach DIN 14462 besteht eine trockene Steigleitung aus folgenden, fachgerecht zu planenden Bestandteilen:
- Löschwassereinspeisung, frei zugänglich im Eingangsbereich
- Mindestens eine Entnahmearmatur pro Etage
- Be- und Entlüfter am Ende jedes Steigstranges (verhindert Druckschläge)
- Dimensionierung nach DIN 14462 in DN 80 – abweichende Dimensionen nur mit rechnerischem Nachweis der geforderten Drücke und Wassermengen
Warum die trockene Steigleitung so verbreitet ist
In vielen Berliner Objekten ist die trockene Variante die wirtschaftlichste und sicherste Lösung: Steht die Leitung nicht dauerhaft unter Wasser, gibt es weder Frostschäden noch Probleme mit stagnantem, verkeimtem Löschwasser. Gleichzeitig bleibt die Anlage mit verhältnismäßig geringem Aufwand betriebsbereit. Wir prüfen trockene Steigleitungen auf Dichtigkeit, Entnahmearmaturen, Belüftung und Beschilderung und instand setzen sie nach den anerkannten Regeln der Technik – in Wohnanlagen, Bürogebäuden und Sonderbauten in ganz Berlin.
Steigleitungen nass-trocken und nass – die Varianten im Überblick
Nicht jedes Objekt braucht eine trockene Leitung: Die nass-trockene Ausführung dient zur Erstbrandbekämpfung durch Laien mittels Wandhydrantenschränken. Das Löschwasser wird erst über einen elektrischen Kontakt am Wandhydrantenschrank über eine Füll- und Entleerungsstation in die Leitung geflutet – die Befüllung muss nach DIN 14462 innerhalb von 60 Sekunden erfolgen. Sie kommt überall dort zum Einsatz, wo Frostgefahr herrscht und eine dauerhaft wassergefüllte Leitung deshalb ausscheidet. Für eine Leitung nach S-Standard (Selbsthilfe) wird mindestens eine Fördermenge von 48 Litern pro Minute gefordert, für den F-Standard (Feuerwehr) sind es 380 Liter pro Minute.
Die nasse Steigleitung ist dauerhaft mit Wasser gefüllt und ermöglicht die Brandbekämpfung durch Laien ohne Wartezeit. Die Trennung zwischen Trink- und Löschwasser erfolgt in Deutschland gemäß DIN 1988-6 mittels eines offenen Vorlagebehälters – stagnierendes Wasser verkeimt auf Dauer, und bei Druckabfall könnte es sonst in die Trinkwasserleitung zurücklaufen. Um die notwendigen Drücke an den Wandhydrantenschränken zu erreichen, ist häufig zusätzlich eine Feuerlöschpumpe einzubauen. Welche Variante zu Ihrem Objekt passt – trocken, nass-trocken oder nass –, ermitteln wir im Rahmen einer unabhängigen Beratung und berechnen die individuelle Dimensionierung, damit Wassermengen und -drücke an jeder Entnahmestelle garantiert sind.
Steigleitung trocken: die wichtigsten Fachbegriffe.
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- DIN 14462
- Regelwerk für Löschwasseranlagen in Gebäuden. Definiert Aufbau, Dimensionierung, Installation und Prüfung von Steigleitungen und Wandhydranten.
- Trockene Steigleitung
- Leitung ohne Wasserinhalt, die ausschließlich der Feuerwehr als Löschwasserweg dient. Die Füllung erfolgt erst im Einsatzfall über die Einspeisung.
- Nasse Steigleitung
- Dauerhaft wassergefüllte Leitung, über die Laien mittels Wandhydranten die Erstbrandbekämpfung durchführen können.
- S-Standard
- Anforderungsprofil der DIN 14462 für die Brandbekämpfung in Selbsthilfe: mindestens 48 Liter Löschwasser pro Minute an jeder Entnahmestelle.
- F-Standard
- Profil für Selbsthilfe und Feuerwehr mit mindestens 380 Litern pro Minute. Setzt in der Regel eine Feuerlöschpumpe voraus.
- DIN 1988-6
- Norm zur Trennung von Trink- und Löschwasser. Verhindert, dass Löschwasser in die Trinkwasserleitung zurücklaufen kann.
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